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Wie alles begann...

Friedensblitz
Wolfgang Morells Passion war die Filmerei. Bereits während seines Filmstudiums hatte er einige Filme erstellt mit eindeutigem Bezug zum Wasser:

„Moorburg“ oder „Am Beispiel Elbe“ beschäftigten sich mit der Industrialisierung der Elblandschaft. Nach dem Studium folgte der Film „Wasserzeichen“. Je mehr Filme er drehte, um so poetischer setzte er sich filmerisch mit dem Thema Wasser auseinander. Sein letzter Film „Im Zeichen des Wassers“ war eine umfassende Dokumentation der verschiedenen Darstellungen des Elements in der Form eines Filmessays. Er fuhr mit Forschungsschiffen in die Arktis, verbrachte Tage auf Forschungsplattformen in der Nordsee, ließ sich auf Kanus die norddeutschen Flüsschen hinuntertreiben und stieg mit seinen Kameras zu den Gletschern der Alpen hinauf.



Die wasserlose Seite der Erde studierte er in der algerischen Wüste. Sein Problem war nur: Filmen kostet Geld! Und das war knapp. Anträge bei filmfördernden Institutionen blieben erfolglos, so gut sein Konzept auch schien. Wolfgang Morell hatte sich an einer kleinen Filmagentur „Zentralfilm“ engagiert und als die umliegenden Büros einen gemeinsamen Fotokopierer benötigten, stellte er ein Gerät auf eigene Kosten auf und rechnete mit den Büros ab - das brachte hin und wieder das Geld für ein paar Filmmeter. Im September 1993 setzte er die Kopierererfahrungen dann in einem eigenen Geschäft, dem „Friedensblitz“ um. Zusammen mit Freunden und seinem Bruder eröffnete er den Copyshop im Hamburger Medienhaus. Jede Mark, die er entbehren konnte, floss in den Film. In Deutschland blieb die Anerkennung aus, doch international war „Im Zeichen des Wassers“ ein Erfolg: Gleich die erste Präsentation auf dem Fimfestival in Marseille brachte den ersten Preis. Andere Festivals folgten. Der Friedensblitz wurde ebenso ein Erfolg. Der Anspruch, einen hochwertigen Fotokopierservice zu bieten, zahlte sich aus. 1997 zerstörte jedoch ein Krebsleiden Wolfgang Morells Leben.


Friedensblitz Copy + Daten
Schon während des ersten Jahres des Copyshops Friedensblitz hatte Jochen Schramm Wolfgang Morell hinsichtlich des Einsatzes digitaler Drucksysteme beraten. Beide kannten sich aus der Umweltschutzgruppe Physik/Geowissenschaften, über die "Wolle" 1984 den Film Wasserzeichen gedreht hatte. Jochen Schramm ist Astronom und bearbeitete digitale Himmelsaufnahmen, die er mit CCD-Kameras an den großen Fernrohren der Sternwarten in Hamburg, Südspanien und Chile gewann. Computer, Netzwerke, Software und Bildbearbeitung sind das tägliche Brot eines Astronomen.



Als Arbeitsmöglichkeiten knapp wurden, entschieden sich Morell und Schramm Erfahrungen aus dem Kopierbereich und der digitalen Datenbearbeitung zusammenzulegen. Das Ergebnis war eine Neustrukturierung zu Friedensblitz Copy+Daten, Kopieren und Digitaldruck unter einem Dach. Das Konzept ging auf. Seit dem Tod Wolfgang Morells im Jahr 1997 ist Jochen Schramm alleiniger Inhaber des Friedensblitz.
Seit 1993 gab es die Möglichkeiten, die digitalen Farblaserkopierer über spezielle Halbtonrechner, die RIPs, direkt als Farbdrucker zu betreiben. Nur die Schwarz-Weiss Systeme machten anfangs aufgrund der deutlich höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit Probleme. Schwarz-Weiss-Digitalkopierer standen mit ausreichender Leistung erst 1997/98 zur Verfügung.
Mittlerweile sind alle Geräte "am Draht", und selbst die scheinbar harmlosen Selbstbedienungskopierer sind High-Tech Farbdruckmaschinen mit der Möglichkeit zu kopieren, zu drucken und zu scannen. Im Januar 2015 kam die bislang neuste Druckmaschine , die Xerox Versant, als Hochleistungsfarbdrucker in achter Generation zu unserem Maschinenpark hinzu. Konnten die ersten Maschinen noch 7 Seiten Farbdrucke pro Minuten schaffen, sprintet dieses Gerät mit nun 100 Farbseiten, passgenau im beidseitigen Druck in Kartonstärke allen anderen davon.
Auch Großformatdrucker auf Tintenstrahlbasis ersetzten seit geraumer Zeit die Stiftplotter der Architekten. Nun konnten vollflächige Farbdrucke in Din A0 und größer fabriziert werden. Auch Kunstreproduktionen auf unterschiedlichsten Materialien konnten nun angeboten werden. Bei Friedensblitz arbeiteten seit 1997 die Hewlet Packard Designjets 755, dann 2500 (1998), 3500 (1999), 5000 (2001), Z6100 und der Z6200 (2014). Epson-Fotoplotter, die bis 1,62m Papierbahnbreite drucken und Outdoor-Solventdrucker (Roland) für den Bannerdruck folgten in den folgenden Jahren. Großformatscanner standen seit 1999 zur Verfügung. Manche arbeiten nun virtuos im Verbund: scannen an der einen Maschine ein und drucken automatisch auf der anderen aus; in Plangröße und in Farbe. Das Farbmanagement ist nun auch sicherer geworden. War es früher ein Ratespiel sind inzwischen Farbspektrometer in den Großformatmaschinen integriert und die Software erstellt farbgenaue Druckprofile für alle Papiersorten. Bei den Lasermaschinen geschieht dies noch halbautomatisch - aber immerhin klappt auch dies. Die Rechner haben sich schnell überholt. Die ersten PCs 1995 waren 80486’er oder die frühen Pentiumrechner mit 100MHz Taktrate. Davon zeugt das kleine Computermuseum im Zwischengang des Geschäftes. Mindestens sieben PC-Wechsel liegen zwischen diesen und den aktuellen Mehrkern-Systemen. Bei den MACs wandelten sich die Rechner von den ersten PowerPC 6100 und 8100 über die G3, G3-BlueWhite und G4 400 zu den Mac Pro Mehrfachprozessorsystemen mit OS-X Betriebssystem. Die Rechner sind zwar schneller geworden, der Umgang mit der sich noch schneller verändernden Software mit ihren Update-Varianten ist dabei allerdings nicht einfacher geworden.




Das Team ist immer sehr stabil geblieben. Den Kern bilden Kolleginnen und Kollegen, die z.T. seit Beginn im Friedensblitz beschäftigt sind. Z.T. besitzen einige Kolleginen Berufsausbildungen als Druckerin und Fotografin. Langjährige Konstanz ist auch ein Qualitätsmerkmal des Teams.

Seit über 15 Jahren bildet der Friedensblitz zum Mediengestalter Digital und Print aus. 7 Auszubildende haben bislang erfolgreich den Abschluss erreicht. Der 8. Auszubildende hält derzeit diese Tradition aufrecht.

Februar 2015